Ingenieurbüro Sachverständiger

Brandschutzberatung

Der Umfang des vorbeugenden Brandschutzes sind in den Bauordnungen und Verordnungen der Länder festgelegt.

Nach § 17 Bauordnung NRW müssen bauliche Anlagen so beschaffen sein,

  • dass der Entstehung eines Brandes vorgebeugt wird
  • dass der Ausbreitung von Feuer und Rauch vorgebeugt wird
  • dass die Rettung von Menschen und Tieren möglich ist und
  • dass mögliche Löscharbeiten möglich sind.

Diese den Umfang und das Schutzziel des vorbeugenden Brandschutzes bestimmende Grundnorm wird in einer Vielzahl von Einzelvorschriften konkretisiert.

Hierin werden beispielsweise Anforderungen gestellt an

  • die Erschließung des Grundstücks hinsichtlich einer ausreichenden Löschwasserversorgung §44 Absatz 3 Bauordnung NRW
  • die Zufahrten für die Feuerwehr sowie an die Aufstell- und Bewegungsflächen auf dem Grundstück nach § 5 Bauordnung NRW
  • an die Lage und Anordnung der Rettungswege im Gebäude §17 Absatz 3 Bauordnung NRW und §36- 37 Bauordnung NRW
  • an die Feuerwiderstandsdauer der Bauteile, ausgedrückt in Feuerwiderstandsklassen der Bauteile nach § 29 Bauordnung NRW
  • an die Brennbarkeit (bzw. Entflammbarkeit) der zu verwendenen Baustoffe § 29 Bauordnung NRW
  • an die Lage und Anordnung abschottender Bauteile § 30- 34, 37 und 38 Bauordnung NRW
  • an die Dichtheit von Verschlüssen in Bauteilen mit Trenn bzw. Abschottungsfunktion. § 30-34, 37 und 38 Bauordnung NRW

Die Entstehung eines Brandes ist wie die Ausbreitung von Feuer und Rauch nicht zu verhindern, sie kann lediglich behindert werden.

So dienen die in den Brandschutz betreffenden Vorschriften in der Landesbauordnung, in Sonderbauverordnungen (z.B. Hochhausverordnung, Versammlungsstättenverordnung, Krankenhausbauverordnung) in Richtlinien (z.B. Industriebaurichtlinie, Schulbaurichtlinie) und in technischen Baubestimmungen dazu, die Brandentstehung sowie die Brandfolgen zu vermindern.

Ein sinnvoller Brandschutz ist nicht durch Einzelmaßnahmen zu erzielen. Dieser ist nur durch mehrere sich sinnvoll ergänzende Maßnahmen zu erreichen.

Der vorbeugende Brandschutz besteht aus dem baulichen sowie dem betrieblichen Brandschutz.

Baulicher Brandschutz
Die Grundnorm des vorbeugenden baulichen Brandschutzes besagt nach § 3 Absatz 1 Bauordnung NRW, dass bauliche Anlagen so anzuordnen, zu errichten, zu ändern und zu unterhalten sind, dass die öffentliche Sicherheit oder Ordnung, insbesondere Leben und Gesundheit, nicht gefährdet werden.

Betrieblicher Brandschutz
Neben dem baulichen Brandschutz bildet der betriebliche Brandschutz eine wichtige ergänzende Rolle im vorbeugendem Brandschutz. Hierbei werden die Nutzer des Gebäudes bezüglich Brandentstehung und Brandverhalten im Brandfalle sensilibisiert.

Der betriebliche Brandschutz regelt

  • einer Brandentstehung vorzubeugen
  • Flucht- und Rettungswege freizuhalten
  • Notausgangstüren unverschlossen zu halten
  • Brandschutzordnung nach DIN 14096 zu erstellen
  • Kennzeichnung der Rettungswege sowie Notausgangstüren
  • Flucht- und Rettungswegpläne auszuhängen
  • Brandschutzübungen durchzuführen
  • Türen mit Brandschutzqualität regelmäßig auf Funktionstüchtigkeit überprüfen zu lassen
  • regelmäßige Überprüfungen der Löschgeräte
  • regelmäßige Überprüfungen der Rauchabzüge
  • regelmäßige Überprüfungen der Sicherheitsbeleuchtung

Um einen sicheren Brandschutz für Ihr Unternehmen zu erreichen, stehen wir Ihnen sowohl im Bestand als auch bei Umbauten oder Nutzungsänderungen gerne beratend zur Verfügung.